Rettung von der Insel

Sturmeinsatz

Es sollte ein abenteuerlicher Ausflug werden, doch es wurde zum richtigen Abenteuer: Ein Vater war mit seinem Sohn zum Zelten mit dem Schlauchboot in die Donau-Auen aufgebrochen. Als ein Unwetter mit Sturmböen, Blitz und Donner aufzog und erste Bäume zusammenknickten, war an Flucht nicht mehr zu denken. Die Feuerwehr rückte zur Rettungsaktion aus, und auch das nicht ohne Hindernisse.

Am 10.08.2017 zog in den Abendstunden ein Unwetter auf. Starke Sturmböen ließen nichts Gutes erahnen und bald heulten auch schon die Sirenen. Zunächst wurden die Freiwilligen Feuerwehrmitglieder auf die Uferstaße delegiert. Dort brachen unzählige Äste und auch ganze Bäume. Auch die Stromversorgungsleitung zum Uferhaus war betroffen, ein Baum landete auf der Freileitung und die blanken Drähte wurden zu Boden gerissen. Das Energieversorgungsunternehmen wurde unverzüglich mit der Freischaltung beauftragt, was auch rasch geschah.

Gleichzeitig traf ein Hilferuf aus Schönau ein: Zwei Personen waren auf ihrem Zeltplatz gefangen und konnten nur mehr über den Wasserweg gerettet werden. Der Bootseinsatz gestaltete sich schwierig, da erst der Weg zur Lände von unzähligen Ästen befreit werden musste. Danach konnte in der Dunkelheit mit Hilfe der Polizei Kontakt zu den vermissten Ausflüglern hergestellt werden. Rasch wurden diese auch lokalisiert und mitsamt deren Ausrüstung sicher in den Hafen Orth gebracht. Anschließend wurden die beiden Herren im Feuerwehrhaus versorgt, wo das Abenteuer schließlich sein Ende nahm. Sowohl Vater und Sohn überstanden den Vorfall unverletzt, jedoch mit einer Erfahrung reicher: Selbst im Flachland sollte man Unwetter nicht unterschätzen...

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Die blanken Leitungsdrähte kamen auf dem Radweg zu liegen

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An ein Weiterkommen war kaum zu denken.

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Erst durch massiven Einsatz von mehreren Motorsägen war der Weg zur Lände frei, um mit dem Feuerwehrboot auszulaufen.

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Erschöpft, durchnässt jedoch überglücklich kamen Vater und Sohn unverletzt im Feuerwehrhaus an.

 

Bericht und Fotos: Klaus Riedmüller, FF Orth
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